SPD-Wahlprogramm für 2006 bis 2011
Neues in Gang bringen, Bewährtes erhalten !
Welche Grundsätze und welche Themen wir im Bomlitzer Gemeinderat von 2006 bis 2011 verfolgen wollen, haben wir in unser Wahlprogramm geschrieben.
Wir bitten Sie, regelmäßig zu überprüfen, ob wir mit unserer Politik noch auf unserem selbstgesteckten Weg sind. Erinnern Sie uns, wenn es nicht so sein sollte!
1. Für den Industriestandort und seine Arbeitsplätze
Der Industriepark in Bomlitz ist der größte Arbeitgeber im Landkreis. Seine Entwicklung und sein wirtschaftlicher Erfolg sind wichtig für uns, viele Arbeitsplätze und Familien sind davon abhängig. Wir wollen den Industriestandort mit guten Bedingungen weiterhin attraktiv halten und Entwicklungen ermöglichen.
2. Das soziale Bomlitz erhalten
Familienfreundlichkeit ist Bomlitzer Markenzeichen: Bewusst günstiges Bauland, gut ausgestattete Kindergärten mit niedrigen Gebühren und geförderte Krippenplätze sind nur einige Beispiele dafür. Für Bomlitz ist es ein Standortfaktor geworden, attraktiv für Familien zu sein. Wir sorgen dafür, dass Familienfreundlichkeit bei allen kommunalen Entscheidungen berücksichtigt wird. Auch unser Waldbad wollen wir daher weiterhin als das attraktivste Freibad im Landkreis erhalten.
Die Gemeinde Bomlitz hat eine besondere Sozialstruktur. Die gemeindliche Sozialarbeit kümmert sich um Familien in schwierigen Situationen und macht Angebote für Jugendliche und Alleinerziehende. Das soziale Bomlitz stärkt den Zusammenhalt in unserer Gemeinde. Wir werden es auch gegen Widerstände verteidigen.
3. Guter Start für unsere Kinder
Unsere Grundschulen und Kindergärten sind gut ausgestattet, die Kindergartengebühren sind günstig. Zusätzlich steht die Gemeindebücherei zur Verfügung und wird rege genutzt.
Kindertagesstätten haben einen Bildungsauftrag, sie schaffen Voraussetzungen für den Schulstart. Deshalb fordern und fördern wir eine weitere Verzahnung von Kindertagesstätten und Schulen in der Bomlitzer Bildungskette, auch bei der Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf. Wir erhalten die Lernmittelfreiheit und die Hausaufgabenhilfen, die Schüler unterstützen, damit kleine Lernschwächen keine großen werden. Kindergärten werden mit uns nicht privatisiert.
4. Seniorenfreundliche Gemeinde
Es gibt ein breites Angebot an Seniorenarbeit in Bomlitz, das wir auch weiterhin unterstützen werden. Wir wollen es mit einer jährlichen Seniorenkonferenz ergänzen, um Anregungen schnell umsetzen zu können. Wir wollen in unseren Wohngebieten seniorenfreundliche Bedingungen fördern und dies bereits bei der Ortsplanung berücksichtigen. Die Wohnanlage „Johanna Loosch“ soll weiter in Gemeindehand bleiben.
Wir wollen Projekte unterstützen, die jüngere und ältere Menschen zusammenbringen. Ob im Kindergarten, der Schule, oder auf anderen Ebenen wird das gemeinsame Arbeiten beide Seiten nach vorn bringen.
5. Partner für die Vereine
Unsere Vereine und Verbände bringen Abwechslung und Vielfalt in die Gemeinde. Das Ehrenamt übernimmt gerade im Sportbereich Funktionen, die mit Geld nicht zu bezahlen sind. Vereinsarbeit hat in Bomlitz Tradition. Wir fördern sie großzügig und werden das beibehalten.
Wir haben trotz knapper Finanzen die Vereinsförderung großzügig belassen, aber dabei auch die Vereine als Partner mehr in die Verantwortung genommen. Das wird auch in Zukunft nötig sein, um das hohe Niveau der Förderung halten zu können. Wichtig ist dabei der ständige und offene Dialog über das, was für die Vereine notwendig ist.
6. Dauerhaft gesunde Finanzen
Bomlitz hat eine starke Finanzstruktur und die niedrigsten Steuersätze in der Region. Wir werden diese solide Basis weiterhin durch konsequente Ausgabenkontrolle stabil halten. Das beinhaltet auch, dass der Nutzen gemeindlicher Leistungen regelmäßig überprüft wird.
Unser Ziel ist es, die kostenintensiven Strukturen so umzubauen, dass die Angebote für die Bürgerinnen und Bürger erhalten bleiben, wir aber nachhaltig Defizite reduzieren können. Auch das gehört zu verantwortungsbewusster Gemeindepolitik. Es führt kein Weg daran vorbei, wenn wir besondere Bomlitzer Leistungen und finanzielle Spielräume auch für die Zukunft erhalten wollen.
7. Hier lässt sich’s leben!
Der Bomlitzer Bauboom der letzten Jahre soll anhalten. Mit preisgünstigem Bauland wollen wir weiter vielen Familien ihr eigenes Heim ermöglichen. Damit wird auch das Angebot an günstigem Mietraum unterstützt.
Genauso gibt es Möglichkeiten, die Ortschaften mit neuem Bauland weiter zu entwickeln. Zusätzlich wollen wir wieder ein Programm zur Förderung von privater Nutzung regenerativer Energien anbieten.
Der Weg ins Grüne ist nirgendwo in Bomlitz weit: Die Eibia und die Wisselshorst, aber auch der Park in der Bomlitzer Ortsmitte oder die Cordinger Mühle sind Orte, an denen man Ruhe und Erholung finden kann. Das ist so gewollt und muss so bleiben.
8. Wir in der Vogelparkregion
Kommunen müssen zusammenarbeiten, wenn sie in Zukunft Spielräume nutzen wollen. In der Vogelparkregion gibt es bereits viele Bereiche, in denen Bomlitz, Bad Fallingbostel und Walsrode zusammen wachsen. Es gibt bereits eine gemeinsame Wirtschaftsförderung, eine gemeinsame Plattform für Kultur, eine Tourismusgesellschaft und Ortsplanungen, die mit den Partnern abgestimmt werden. Diese Kooperation wird in Zukunft noch wichtiger werden, um Kirchturmdenken zu verhindern.
9. Verwaltung als Dienstleister
Die Bomlitzer Verwaltung hat sich in den letzten Jahren immer mehr als Dienstleister entwickelt. Unser Bürgermeister Michael Lebid ist ein Garant dafür, wir unterstützen ihn dabei. Die Einrichtung Bürgerservice hat viele Wege für die Bürger verkürzt. Wir wollen, dass diese Entwicklung weiter voranschreitet. Das fordern wir, werden es aber auch mit einer entsprechenden Ausstattung fördern.
10. Klarheit und Bürgernähe
Mit klarer Mehrheit machen wir sachliche Politik für die Gemeinde Bomlitz. Wir halten einen zuverlässigen Kurs und finden dabei fast immer die Zustimmung des ganzen Rates. Wir wollen das fortsetzen.
Wir informieren Sie seit vielen Jahren über die Politik in Bomlitz und bieten Ihnen viele Veranstaltungen zum Beteiligen an - und das nicht nur zu Wahlkampfzeiten. Das wird so bleiben, um weiter gemeinsam mit Ihnen bürgernah unsere Gemeinde zu gestalten.

