18. Juli 2010
1 Kommentar
„Mit dem Rosmarin verliert der Ort Bomlitz nicht nur ein Restaurant, sondern auch einen vielfältigen Veranstaltungsort“, sagt der SPD-Vorsitzende Sebastian Zinke. „Gemeinsam mit vielen Bomlitzern bedauern wir das sehr.“ Nicht nur der SPDienstag war hier gut untergebracht, auch diverse Konzerte, der Neujahrsempfang der Gemeinde, Vorträge, Sommerfeste und nicht zuletzt der Bomlitzer Weihnachtsmarkt fanden hier statt. Es wird schwierig werden, die Lücke zu schließen.
Ein ganzes Bündel von negativen Entwicklungen mag schließlich zur Schließung geführt haben. Fest steht auf jeden Fall: Viel Gastronomie bleibt nicht mehr übrig in der Gemeinde. Zusätzlich hat die Ortsmitte ihren Kristallisationspunkt verloren. „Das ist eine Entwicklung, die wir nicht einfach nur beobachten können“, sagt Torsten Kleiber von der SPD-Ratsfraktion.
Walsroder Zeitung vom 16.07.2010:
Das Rosmarin schließt nächste Woche für immer
Zwölf Jahre nach dem zehn Millionen Euro teuren Umbau fühlen sich Eigentümer und Pächter „verschaukelt“
Übernächsten Sonntag ist es soweit, dann wird das Restaurant Rosmarin in Bomlitz für immer seine Türen schließen. Das alleine wäre zwar schon eine Nachricht, aber keine, die mehr als die Stammgäste interessieren dürfte. Doch mit dem Aus der Gaststätte gibt es ab dem 26. Juli in Bomlitz keine gastronomische Einrichtung mehr. Ob Essen gehen oder ein gemütliches Bier trinken – das alles wird es in dem Industrieort nicht mehr geben. Besitzer Rolf Knop und Betreiber Christian Höttges blicken kurz vor der Schließung auf die vergangenen zwölf Jahre zurück und fühlen sich – um es vorsichtig zu formulieren – „verschaukelt“. Denn vor dem rund zehn Millionen Euro teuren Umbau (das Projekt wurde sogar mit einem Architektenpreis ausgezeichnet) waren langfristige Einnahmen als Betriebsrestaurant des heutigen Industrieparks vereinbart worden.
Der Umbau des damaligen Pulverkrugs erfolgte nicht gerade auf Drängen des heutigen Besitzers. Rolf Knop erinnert sich: „Ich wollte das gar nicht – die Firma Wolff, für die ich in anderen Bereiche viele Jahrzehnte gearbeitet habe, ist damals an mich herangetreten und hat mir eine unbefristete Bewirtung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Folge des späteren Abrisses des Betriebsrestaurants Hindenburgsaal in Aussicht gestellt.“ Entsprechende Verträge wurden geschlossen – doch nicht nur permanente Umstrukturierungen und Zuständigkeitswechsel im Industriepark führten vor drei Jahren zu einer ganz neuen Situation. „Auch die Verträge, die damals geschlossen worden waren, erwiesen sich als sehr schwammig.“
Statt sich an diese Verträge gebunden zu fühlen („Das einfache Wort gilt heute scheinbar nichts mehr“), wurde der Bau eines neuen Betriebsrestaurants innerhalb des Industrieparks beschlossen. Christian Höttges betrachtet das heute so: „Die Braut Wolff, die damals händeringend verkauft werden sollte, sollte hübscher und attraktiver gemacht werden. Ein eigenes Betriebsrestaurant gehört zu einer guten Betriebsstruktur.“
1 Kommentar zu Ein Kristallisationspunkt geht verloren
dietrich.schulz
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am 12. August 2010 um 17:08 Uhr
offensichtlich bedauern die Schliessung des Restaurants Rosmarin doch nicht so viele Bürger. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Besuch der Gaststätte durch die Bomlitzer sehr zu wünschen übrig ließ. Einerseits wird immer geklagt in Bomlitz ist nichts los und wenn etwas geboten wird, geht keiner hin. So bleibt es nicht aus, dass sich der engagierte Chr. Höttges von dem Porjekt Rosmarin aus betriebswirtschaftlichen Gründen verabschieden mußte. So sehe ich es jedenfalls, ohne natürlich Internas zu kennen.
Ich, und einige andere Gäste, waren gerne in diesem Restaurant ,sind von dem Angebot und dem Service nicht enttäuscht worden und bedauern die Schließung aufrichtig.
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