Ein letztes Mal fand der Bomlitzer SPDienstag im Rosmarin statt, nachdem angekündigt war, dass das Restaurant Ende Juli schließen würde. „Der Verlust des Rosmarins macht traurig und wiegt schwer“, bedauerte Torsten Kleiber von der SPD-Ratsfraktion. „Die Ortsmitte droht zunehmend bedeutungslos zu werden.“ Was kann man tun in der Bomlitzer Ortsmitte? Das war das Thema beim letzten SPDienstag.
Es stünden keinerlei finanzielle Mittel zur Verfügung, große Würfe zu machen. Dennoch sollte eine Ortsmitte eine Art Visitenkarte sein, die einladend sei für Gäste, Menschen, die hier arbeiten, Kunden und vor allem für die Bürger selbst. Darüber müsse man gemeinsam reden und viele Akteure und Interessierte an einen Tisch bringen.
Das Dorfgemeinschaftshaus und das ehemalige Wülfrath-Gebäude sind die einzigen Immobilien in der engeren Ortsmitte, die Eigentum der Gemeinde sind. „Damit sind die Möglichkeiten begrenzt, Impulse durch größere Investitionen zu geben“, erläuterte Kämmerer Christoph Nicodemus. Dennoch gebe es einige Möglichkeiten, bereits mit kleinen Maßnahmen die Ortsmitte freundlicher wirken zu lassen.
Die Teilnehmer regten an, das Thema Ortsmitte mit den Bürgern systematisch und mit Bürgerbeteiligung anzugehen. „In vielen Bereichen funktioniert das Engagement der Bürger ausgezeichnet. Der Schulhof der Grundschule Bomlitz wurde z.B. von Eltern bepflanzt und sieht toll aus. Wenn wir einen guten Plan für die Ortsmitte entwickeln, die Bürger einladen und wir uns Schritt für Schritt voran arbeiten, können wir einiges schaffen.“ Und egal, ob private Investitionen folgen oder nicht: „In erster Linie haben wir Bomlitzer selbst ein Interesse daran, eine einladende Ortsmitte zu haben.“